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Belleben, Haus-Zeitz & Piesdorf
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Mühlsteine und Wellkopf
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Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Sonnuntergang an der Mühle
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Im Schatten der Mühle...

...das war einmal - viel ist von der Bellebener Mühle heute leider nicht mehr erhalten.

So findet man, wenn man den Mühlweg hinaufgeht mehr oder weniger von Gras überwuchert nur noch Wellkopf und Mühlensteine der einstigen Bockwindmühle vor.

Die Bockwindmühle (auch StändermühleKastenmühle oder Deutsche Windmühle) ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Kernmerkmal dieses Mühlentyps ist es, dass das gesamte Mühlenhaus auf einem einzelnen dicken Pfahl (dem „Hausbaum“) steht, der senkrecht in einem unterhalb der eigentlichen Mühle befindlichen hölzernen Stützgestell (dem namengebenden „Bock“) befestigt ist. Auf dem Bock kann die gesamte Mühlenmaschinerie mittels der Hebelwirkung des Außenbalkens in den Wind gedreht werden. Diese Methode ist jedoch bei wechselnden Windrichtungen nicht optimal und sehr beschwerlich.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bockwindm%C3%BChle

Im Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg aus dem Jahr 1840 findet sich der Hinweis, dass auch zwischen Belleben und Piesdorf beabsichtigt war eine Mühle zu bauen. Inwieweit es tatsächlich dazu kam oder ob Piesdorf jemals eine eigene Mühle besessen hat, ist aktuell leider nicht nachweisbar. Zumindest finden sich an der genannten Stelle keinerlei Überreste, die darauf schließen lassen, dass dort jemals eine Mühle gestanden hat.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Anzeige über die Beabsichtigung des Baus einer Mühle in Piesdorf
Quelle: Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg 08.08.1840

Auf alten Karten / Messtischblättern findet man am heutigen Feldweg Richtung Ribbesdorf auf der linken Seite eine Mühle eingezeichnet, sodass hier tatsächlich mal eine gestanden zu haben scheint.